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Bücher lesen, um schreiben zu können?

Aktualisiert: 11. Feb. 2021

Ich schreibe nun schon ziemlich lange eigene Geschichten. Oft sind es zuerst nur Kurzgeschichten und in manchen Fällen gefällt mir die Idee dann so gut, dass ich versuche daraus eine ganze Geschichte zu machen. Die Kurzgeschichten umfassen meist zwischen 6 und 15 Seiten Text. Ein Buch, welches ich seit längerer Zeit schreibe, umfasst bereits jetzt schon weit über 100 Seiten, bei Schriftgröße 11pt. und DIN-A4-Format. Tausende und Abertausende Worte sind bereits aus meinem Kopf durch meine Finger und über die Tastatur in meine Dokumente geflossen, sodass ich sie kaum noch zählen kann.

Letztens wurde ich in einem Interview gefragt, wie viele Bücher ich denn lese, wenn ich selbst so viel Texte schreibe. Für einen Moment hielt ich inne und dachte scharf über die Frage nach, doch die Antwort lag mir bereits auf der Zunge: gar keine.

Mit dieser Antwort hatte mein Interview-Partner nicht gerechnet und musste herzhaft lachen. Doch es entsprach vollkommen der Wahrheit: Ich habe vermutlich in den letzten 10 Jahren nicht ein einziges Buch in die Hand genommen und gelesen. Ich habe schon früher nie gerne Bücher gelesen, womit ich in meiner Familie alleine da stand: sowohl Vater, Mutter als auch Bruder sind allesamt im Vergleich zu mir Bücherwürmer und lesen mehrere Bücher in einem Monat. Ich hingegen sträube mich meist schon davor, die ersten 20 Seiten eines Buches zu lesen.

Woher das kommt, kann ich bis heute nicht ganz erklären. Es läuft immer gleich ab: Ich suche mir ein Buch aus, dass mich interessieren könnte. Oft komme ich nicht mal bis zur Hälfte des Buches: entweder fehlt mir die Zeit oder die Motivation. Und letzteres ist sogar der Fall, wenn das Buch unheimlich spannend ist.

Jetzt möchte ich natürlich nicht darüber prahlen, wie viele Texte ich schon geschrieben habe oder eine psychologische Analyse meiner Abneigung zu Büchern zu erstellen. Nein, es geht mir viel mehr um das Feedback, dass ich zu meinen Geschichten und Texten bekomme. Die Kunden sind zufrieden, sie loben meine "frische" Art zu schreiben und die Probeleser für meine Geschichten und mein Buch beschweren sich, dass sie gerne weitergelesen hätten, weil es so spannend ist.

Doch auch das soll keineswegs eine Selbstbeweihräucherung meinerseits sein. Ich möchte damit nur aufzeigen, dass man sein Können niemals in den Schatten stellen sollte. Es ist nicht immer ein Abschluss, ein Zertifikat oder langjährige Bildung notwendig, um einen Skill zu entwickeln. Was zählt, ist der Elan und die eigene Begeisterung, die sich in einem verbirgt.



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