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Standesamt – bitte nicht die alte Leier...

Aktualisiert: 11. Feb. 2021

Wer schon (einmal) geheiratet hat, weiß wie viel Arbeit und Planung sowohl hinter einer kirchlichen, wie auch der standesamtlichen Hochzeit steckt. Es müssen Dienstleister organisiert, Locations gemietet und Einladungen erstellt werden.

Doch ist es wirklich das Essen und die Location, die dem Event eine Bedeutung verleihen? Für manche Menschen, insbesondere Romantiker wie mich, ist das nicht der Fall. Das Ehegelübde sowie die Ansprache und der Text für das Standesamt beherbergen oft bei einer wirklich romantischen Hochzeit die größten Emotionen und können oft mehr beeindrucken, als jedes 5-Gänge-Menü und jede Coverband.

Da sowohl das Ehegelübde und die Hochzeitsansprache sehr persönlich sein sollten, möchte ich in diesem Beitrag den Fokus auf den Text für das Standesamt legen.

Es ist üblich, dass bei der standesamtlichen Hochzeit eine kurze Geschichte vorgelesen wird, die die Liebe der beiden Ehepartner beschreiben soll. Manche lassen hier eine einfache Auflistung des Kennenlernens und Zusammenkommens vorlesen – aber die Geschichte kennt doch eh schon jeder deiner Gäste.

Andere wiederum verlassen sich dabei auf das Internet oder die Vorschläge des Standesamtes. Doch diese sind meist so oberflächlich, allgemein und einfach langweilig. In unseren Umkreis lassen wahrscheinlich 70% aller Paare die gleiche Geschichte vorlesen. ("Es waren einmal Feuer und Wasser und sie liebten sich...").

In den meisten dieser Geschichten geht es um zwei Gegensätze, die sich trotzdem anziehen – sehr originell.

Was also habe ich gemacht? Klar, ich habe mir einfach selbst eine Geschichte ausgedacht und geschrieben. Es war also keine Auflistung von Ereignissen und auch nicht so allgemein, dass es auf 90% aller Paare zutreffen würde. Zudem war die Geschichte bei Weitem nicht mehr so langweilig, wie die Beispieltexte aus dem Internet. Und das Wichtigste: sie war individuell, sie war nur für uns.

Die Gäste und meine Frau waren allesamt gerührt von der schönen Geschichte und ich wurde auch nach Kopien gefragt oder ob ich den Text nicht ins Kirchenheft drucken wolle. Die Geschichte hatte ihr Ziel also nicht verfehlt und brachte dabei so viel Emotionen mit sich.

Auch solche Texte zählen zu meinem Repertoire, welches ich anbiete. Und auch bei diesen Texten gebe ich dir mein Wort: Der Text ist individuell, auf das Paar zugeschnitten und wird nur ein einziges Mal verwendet. Der Text ist somit einzigartig.

P.S.: Wenn man einen selbst geschriebenen Text vorgelesen bekommen möchte, sollte man diesen immer etwas im Voraus an den zuständigen Standesamt-Mitarbeiter übergeben, damit er sich mit dem Text vertraut machen kann. Denn ich hatte das Pech, dass sich unsere Dame im Standesamt mehrfach verlesen hat oder Sätze durcheinander geworfen hat.

Und es macht keinen schönen Eindruck, wenn der Bräutigam sich im Stuhl festkrallt und die Hinrichtung seines textlichen Meisterwerks mit anhören muss.


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